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 KULTURBEUTEL

 

Auftritt im Kulturwerk Stuttgart am 7.Mai 2005

Der Kulturbeutel ist eine Initiative dreier Studierender der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart, die sich zum Ziel gesetzt haben, der Frage nach der wechselseitigen Erhellung der Künste nachzugehen. 

Mit Hilfe verschiedenster junger Künstler aus ganz Deutschland entsteht, unter dem Obertitel  „Die Made im Speck – reich werden mit Kultur“ ein etwa einstündiges „Hörschauspiel“. Dieses besteht aus verschieden kombinierbaren Programmpunkten, die jeweils eines der vier Grundelemente der "Kunst-Kultur" - Musik, Literatur, darstellende und bildende Kunst – repräsentieren und unter der Regie der Initiatoren zusammengefügt werden.

„Die Vox klingende Wochenschau“ vertritt dabei die Sparte Film
und beleuchtet die Kunst-Kultur von einer fiktiv-satirischen Seite.

So verschiedenartig ein Kulturbeutel gepackt werden kann, so
variieren auch unsere Programme: je nach Zusammenstellung der
Künstler liegt der Schwerpunkt beispielsweise auf Musik, oder auf
Sprechkunst.

Im Vordergrund steht jedoch stets die Kommentierung der Künste untereinander, die eine interdisziplinäre Kunstbetrachtung ermöglicht. 

Durch die Zusammenstellung von Texten, in denen von und über „Kunst“ die Rede ist, und mit Hilfe der Musik entsteht ein roter Faden, der durch das Programm führt.



VOX KLINGENDE WOSCHENSCHAU

        2006, Kurzfilm, Deutschland, Eine fiktive Kinowochenschau der dreißiger Jahre präsentiert Deutschland im         imitierten Zustand einer Diktatur des absoluten Kulturfaschismus, 10.43 Minuten, Deutsch, Mini-DV;         Bildformat 4:3; Schwarz-Weiss / Farbe

Crew (Auswahl): Regie: Marcel Wehn
Buch: Sascha Rathey, Julia Bassler, Marcel Wehn, Kolja Buhlmann
Schnitt: Marcel Wehn, Sascha Rathey
Musik: Daniel Vulcano


„Wir präsentieren ihnen das interessanteste und aktuellste aus allen Kulturbereichen in Bild und Ton! Vox klingende Wochenschau!...“


m Stile einer Nachrichtensendung der 30er Jahre wird eine fiktive „Kulturnation Deutschland“, die sich faschistischer Methoden bedient, satirisch umrissen. Am Beispiel der Familie B. aus C. wird von dessen Bürgern berichtet, die innerhalb dieser Staatsform Kultur konsumieren und produzieren müssen.
Über propagandistische Massenveranstaltungen und elitäre Kunstwettbewerbe bis hin zu streng beaufsichtigten Kunsterziehungseinrichtungen, kreïert der Kulturstaat ein dominantes System deutscher „Hochkultur“.
Richtlinien für „kulturelle Frühförderung“, die „Bank für Kulturfinanzen“, das „Kulturradio“ und die „Kulturwoche“ sorgen für die unbedingte Identifizierung mit dem Kulturstaat; die „Kulturstaffel“ dient dabei als exekutive Instanz, um Kulturfeinde in Gewahrsam zu nehmen.


Wäre Deutschland ein besseres Land, wenn Kultur als oberstes Gedankengut an der Spitze eines konsequenten Kulturregimes stehen würde?

Entstanden ist dieser Kurzfilm in Zusammenarbeit des Dokumentarfilmers Marcel Wehn von der Filmakademie Baden-Württemberg und der Initiative Kulturbeutel.
Diesen No-Budget Film umzusetzen war nur in gemeinsamer, unentgeltlicher Arbeit von Schauspielern, Sprechern, Musikern und Laiendarstellern möglich
.

 

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